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Der Ortsteil Langenleiten

 

 

 

Einwohner: 654

Ortsbeauftragter: Edgar Kessler, Lindenstr. 83, 97657 Sandberg GT Langenleiten,
                              Tel.: 09701/1510
 

 

Die Geschichte des Ortsteils Langenleiten

 

Langenleiten ist das Dorf der Großgemeinde Sandberg mit der westlichen Lage. Im Jahre 1689 zogen 29 Siedler, zum Teil aus Premich, auf die "lange Leite" einen Höhenzug, der dem Dorf den Namen gab. Die Siedler bekamen 1.800 Morgen Land für 30 Hofhaltungen, Kirche und Friedhof zugeteilt. Die Anwesen wurden ebenfalls, dem Beispiel Waldberg folgend, rechts und links einer breiten Dorfstraße errichtet.
Bereits kurz nach der Gründung von Langenleiten gab es offenbar schon Schwierigkeiten. Da die Kolonisten den Rodungsplan nicht termingemäß erfüllten, wurde ihnen das "Langenleitener Holz" wieder abgenommen. So ist ausgerechnet das Gebietsstück, das dem Dorf den Namen gab, nicht Eigentum der Gemeinde, sondern Staatsbesitz. Als Ersatz für die entzogene Fläche erhielten die Langenleitener 1725 rund 207 Morgen auf den Schwarzen Bergen.
Wesentlicher Bestandteil des religiösen Lebens ist natürlich die Pfarrkirche. Langenleiten hat die schönste Kirche der drei "Walddörfer". Das alte Kirchlein wurde 1781 gebaut. Vorher mussten die Bewohner von Langenleiten den Gottesdienst in der Mutterpfarrei Premich besuchen.

Langenleiten hatte zwar ein Kirchlein, aber eine Pfarrei war es noch nicht. Es wurde von den Franziskanerpatres vom Kreuzberg betreut. 1819 wurde endlich eine Pfarrei gegründet. Da mit dem Anwachsen der Bevölkerung das alte Kirchlein zu klein wurde, plante man bereits 1890 unter Pfarrer Münz eine Kirchenerweiterung, die dann 1911 durchgeführt wurde.

 

Mitten durch das Straßendorf zog sich bis zur "Neugestaltung" des Dorfes in den 60er Jahren einen Bach die "Muisbich". Von ihm aus führten flache Gräben zu den hinter den einzelnen Gehöften liegenden Grasgärten. Im Jahre 1871 hatte das Dorf bereits eine Einwohnerzahl von 700 Bürgern erreicht. Um diese Zahl schwankte die Bevölkerung mit wenig Veränderungen bis 1939. Vom Verkehr war das Dorf ziemlich abgeschnitten. Zur nächsten Bahnverbindung in Wildflecken bestand noch nicht einmal eine Straße. Sie wurde erst nach dem 1. Weltkrieg anfangs der 20er Jahre gebaut.
Die Postverbindung war , den Zeitumständen entsprechend , sehr bescheiden. Bis 1900 erfolgte die Postzustellung in Langenleiten von Burkardroth aus. Einmal in der Woche nur kam der Postbote und brachte außer der Zeitung für Pfarrer und Lehrer höchstens einmal einen Brief aus Amerika.
1820 wurde der Bau einer Schule mit zwei Schulräumen und einer Lehrerwohnung beschlossen. 1855 wurde eine zweite Schulstelle eingerichtet, da die Schülerzahl auf 113 angestiegen war. Ab 1920 wurde der Wechselunterricht eingeführt, der Schülerstand betrug 134. Bereits 1919 berieten die Gemeinderäte mit dem Bürgermeister über den Neubau einer Schule, doch es blieb zunächst nur Absicht. Mit dem Bau wurde denn 1961 begonnen und bereits am 30. September 1962 mit drei Klassenzimmern, Werkraum, Küche und Verwaltungszimmer fertiggestellt.
Seit der Zusammenlegung zur Verbandsschule wurden in diesen Räumen die Hauptschulklassen unterrichtet.
Langenleiten hat sich in den letzten 50 Jahren wesentlich verändert. Durch den Bau des Truppenübungsplatzes in Wildflecken wurden neue Verdienstmöglichkeiten geschaffen. Im Jahr 1946 begann die neuste Entwicklung des Dorfes. Bürgermeister Alfred Metz organisierte den Wiederaufbau des durch die Kämpfe um den 6. April 1945 so sehr heimgesuchten Ort durch Bereitstellen von Baumaterial aus den ehemaligen Ortschaften auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes. Arbeitsmöglichkeiten entstanden ab 1949 in den neu gegründeten Betrieben in den ehemaligen Baracken der MUNA. Die neuen Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten förderten die Mobilisierung, da inzwischen viele Einwohner Motorräder und gelegentlich Autos anschafften. Am 3. Juni 1957 wurde die erste Tankstelle gebaut.
Die Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen hatte zur Folge, dass die Kinder nach Bad Neustadt in weiterführende Schulen geschickt wurden. Dies war insbesondere möglich, da ab 1953 eine Postbusverbindung Langenleiten - Steinach - Bad Neustadt eingerichtet worden war.
Durch diese allmähliche Umschichtung wurde die landwirtschaftliche Tätigkeit zurückgedrängt. Die Landwirtschaft, die bisher schon kaum die Familie ernähren konnte, wurde zur "Nebenerwerbslandwirtschaft". Dank des Einsatzes der landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte konnte die Arbeit mit geringerem menschlichen Einsatz als bisher erledigt werden. Das Viehhüten auf dem "Berg" wurde aufgegeben, ja die Bergwiesen wurden überhaupt nicht mehr gemäht.
Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen, vor allem aber durch den immer stärker werdenden Militärverkehr, der sich durch das Dorf bewegte, wurde die Bevölkerung gefährdet und belästigt. Als in den Jahren 1961/68 die Straße Langenleiten-Wildflecken ausgebaut wurde, bekam Langenleiten eine Umgehungsstraße.
Die neue Zeit ging auch an der Gestaltung des Ortsbildes nicht vorrüber. Die alten Häuser mit ihren Fensterchen und Wandverschindelungen wurden, soweit sie nicht ohnehin durch die vielen Brände und die letzten Kriegstage zerstört waren, abgerissen und durch moderne Neubauten ersetzt.

Statistisches - OT Langenleiten

1894 Errichtung eines Armenhauses
1951 Bau der Wasserleitung
1954 Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses
1962 Neubau einer Volksschule mit Lehrerwohnhaus
1959 Bau der Straßenbeleuchtung
1973 Neuanlage eines Friedhofs mit Neubau einer Leichenhalle
1977/78 Bau der Ortskanalisation und eines Anschlusssammlers nach Waldberg
1979 Ausbau der Ortsdurchfahrt mit Anlage einer Parallelstraße, Gehwegen und Grünanlage
1979/80 Erschließung des Baugebiets „Feuerbergstraße“
1985 Ausbau von 7 Ortsstraßen
1986 Ausbau des Reststücks der Feuerbergstraße
1993 Erschließung von Baugelände am Kaltenbrunnweg
1993 Bau eines Regenüberlaufbeckens
1993/94 Erschließung eines Gewerbegebietes
1995 Bau eines Spielplatzes am Schusterweg
1997/98 Erschließung des Baugebiets „Am Langenleitener Holz“
1998 Bau einer Löschwasserzisterne beim Baugebiet „Am Langenleitener Holz“
1997/2000 Abriss der alten Schule und Neubau eines Gemeindehauses mit Feuerwehrgerätehaus und 2-gruppigem Kindergarten

1999 Anschluss „Am Breitenfeld“ an die Kanalisation

2004 - 2010 Sanierung der Wasserversorgung




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Nächster Seniorennachmittag am 11.04.2018 um 14:30 Uhr im Gemeindehaus Schmalwasser!

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Anschrift
Gemeinde Sandberg
Schulstraße 6
97657 Sandberg

Tel 09701/9100-0
Fax 09701/9100-28


Gemeinde Sandberg

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Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
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Nachmittags:

 

Montag

Donnerstag

13.00 - 16.00 Uhr
13.00 - 18.00 Uhr