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Die Gründungsgeschichte der Walddörfer

 

 

Willkürliche Rodungen von Forstmeistern

Aus verschiedenen Dokumenten geht hervor, dass Forstmeister ohne Erlaubnis des Fürstbischofs einzelne Waldarbeiter und Köhler roden ließen. So entstanden zwischen 1500 und 1540: Gefäll, Oberbach, Premich, Riedenberg, Schmalwasser und Wildflecken. Die Lebensbedingungen in den neuen Siedlungen waren dürftig.

Wegen der heimlichen Gründung von Schmalwasser wurde der zuständige Forstmeister sogar von seinem Herrn, dem Fürstbischof, verhört.

Der eigentliche Grund diese Siedlungen zuzulassen, waren die für die Forstmeister entstehenden Einnahmen. Einen Gulden Zins nahmen sie von jedem Siedler. Erst 1537 meldete der Amtmann von Bischofsheim nach Würzburg, dass in den Wäldern neue Siedlungen entstanden seien. Es wurde sofort jede Rodung verboten, ja es sollte sogar eine Aufgabe der neuen Ortschaften erfolgen. Nach vielen Rechtsgutachten und Bittschriften wurden die Siedler belassen, "aus fürstlicher miltigkeit".

1545 ließ der Fürstbischof an seine Amtmänner in Aschach und Bischofsheim einen Befehl senden, dass alle Rechte dem Landesherren zustehen, die Forstmeister hatten weder zu ge noch zu verbieten, Zins, Zehnt und andere Einnahmen hatten in die Kassen des Fürstbischofs zu fließen.

So brachte die fürstliche Milde ihre Zinsen.

DIE GRÜNDUNG DER WALDDÖRFER

Die jüngsten Siedlungen im Salzforst
Vier Jahre nach Beendigung des 30jährigen Krieges berichtete der Aschacher Amtmann nach Würzburg, dass sein Amt >noch sehr wohl besetzt und die Untertanen sehr eng ineinander wohnten

Bereits 1656 bat die Gemeinde Gefäll um 100 Morgen Wald zur Rodung >wegen Menge des Volkes und hingegen Ermangelung Feld und Ackerbaus<. Der Antrag wurde genehmigt, denn die fürstbischöflichen Räte waren der Auffassung, >dass der Stift hiernächst desto mehr Nutzen davon haben werde<.

1681 berichtete die Hofkammer an den Fürstbischof, daß im Amt (Wald) Aschach verschiedene Dorfschaften um eine große Anzahl Neuland bitten würden, denn sie seien viel Volk und hätten der Felder zu wenig, um sich davon ernähren zu können.

1680 schickte der Landesherr seine Amtmänner von Trimberg und Kissingen in die Schwarzen Berge und andere Reviere des Amtes Aschach, damit sie die von den Untertanen erbetenen Reviere besichtigten. Man hielt die Rodungen nicht für ratsam, weil die Gebiete mit anliegenden Dörfern Weide und Viehtriebsrecht besaßen, weil die herrschaftliche Gestüts und Jagdgerechtigkeit gestört wäre und der steinige Boden sich nicht für Äcker eignen würde. Ferner entstünde dem Landesherrn Schaden, weil die Rodung den Siedlern eine Menge Holz einbrächte und dadurch der eigene Holzverkauf gebremst werden würde. Zusätzlich würde die Jagd beeinträchtigt werden.

1682 sandte der Fürstbischof seine Beamten nochmals zur Besichtigung einiger Reviere in sein Rhöner Land. Die Rodungen wurden genehmigt, denn man rechnete schließlich auch mit Steuermehreinnahmen, sobald sich die Dörfer einigermaßen saniert hatten.

Wenn man bedenkt, daß sich die bedeutend höhere Bevölkerungszahl vor dem 30jährigen Krieg auch ernähren konnte, muß man berücksichtigen, daß es damals noch Ausweichmöglichkeiten in die blühende Eisen und Glashüttenindustrie gab. Diese und andere gewerbliche Tätigkeiten wurden durch den Krieg völlig vernichtet. Es mußte ein neuer Anfang gemacht werden und der als Neusiedler war die einzige Möglichkeit.

Verfolgen wir die Siedlungsgeschichte der einzelnen Ortschaften und suchen, ob wir nicht vielleicht doch eine Ähnlichkeit mit der Landnahme im Wilden Westen Amerikas finden werden.

Waldberg

Von der Gründung des Dorfes Waldberg existieren drei Urkunden, der Vererbungsbrief vom 6.9.1683, ein kurzer zusammenfassender Bericht des fürstlichen Rentmeisters und das Domkapitelprotokoll vom 11.9.1683. Darin hatte der fürstbischöfliche Landesherr bestimmt, dass von 531 Morgen Neuland einer zum Kirch oder Friedhof verwendet werden müsse, 30 Morgen zur Anlage von zehn Höfen und 500 für Ackerbau, Weide und Wiesen. Das geschlagene Holz durften die Siedler für den Bau ihrer Häuser und Scheunen verwenden. Ihr Vieh durften sie, wie die anderen schon bestehenden Gemeinden, zur Mastung in den Salzforst treiben. Im Notfall sollte ihnen noch mehr Wald zur Rodung freigegeben werden. Den Hofhäuserbrunnen am Berg durften sie zum Wässern ihrer Wiesen verwenden. Dafür sollten die Siedler je Wohnung oder Hofstatt jährlich einen ewigen Erdzins von sechs Groschen, ein Fastnachtshuhn oder 22 Groschen, ein Rauchhuhn oder das gewöhnliche Rauchpfand auf Michaelis zahlen, ferner den üblichen Zehnt und das Zehntgetreide in die Kellerei nach Aschach abführen. Die Lieferung der Abgaben sollte nach sechs Freijahren beginnen. Die Waldberger erhielten im siebenten und im achten Jahr auf ihren Antrag hin noch ein Drittel Ermäßigung. Der fürstbischöfliche Landesherr ließ also mit sich reden.

Die Bevölkerung nahm ständig zu. Wurden 1696 vierzehn Rauchhühner abgeliefert, waren es 1702 18, 1709 24, 1717 26 und 1727 33, was heißt, dass sich das Dorf auf 33 Familien mit eben so vielen Häusern vergrößert hatte.

Jetzt reichte auch die erste gerodete Fläche nicht mehr aus und es wurde noch mehr Neuland gebraucht. So mußten sie auch an das benachbarte Amt Bischofsheim beachtliche Beträge für die Abgabe der neuen Rodungsgebiete entrichten.

Die schnell anwachsenden neuen Siedlungen hatten natürlich allerlei Reibereien mit der alteingesessenen Nachbarschaft, hauptsächlich wegen des Weiderechtes. Die Nachbardörfer Gefäll, Premich, Wollbach und Stangenroth beschwerten sich, daß sie wegen der neuerbauten Dörfer 4600 Morgen Weideland verloren hatten und daß der Amtskeller Aschach weitere Waldgebiete mit den darinliegenden Wiesen den Wildfleckenern übertragen habe.

Zu den drei alten Ölmühlen kamen in den Neudörfern zwei neue hinzu und die alteingesessenen Müller beschwerten sich, dass sie nur noch ein halbes Jahr lang Öl zu schlagen hatten.

Bei der großen Wallfahrt in der Kreuzwoche hielten neben den Bischofsheimer Bäckern nun auch die Waldberger und die Sandberger in Unterweißenbrunn ihre Wecken feil. 1748 wurden ihnen die Wecken von den Bischofsheimer Bäckern "gewaltsam weggenommen und der künftige Verkauf verboten". Sie gaben als Grund an, den Weck und Brotvertrieb im ganzen Amt gepachtet zu haben. Den Bäckern aus den Neudörfern wurde jedoch von der Würzburger Regierung zugebilligt auch ihre Ware verkaufen zu dürfen.

Langenleiten

Die Fortschritte der Waldberger Rodungsarbeiten ermunterten auch andere landlose Leute dieses Beispiel nachzuahmen. Die Rodung der neuen Siedlung Langenleiten begann 1686. 1694 wurde der Vererbungsbrief ausgegeben. Die Arbeiten mußten hier also größere Schwierigkeiten gemacht haben als in Waldberg, obwohl es gleich von Anfang an 29 Familien waren. Sie kamen alle aus dem Amt Aschach. So ist die Sage, einige Witwen hätten Tiroler Schmierbrenner geheiratet, wohl ein Spott der Nachbardörfer. Sie sagten auch, die Langenleitener bestünden aus dreierlei Rassen: "Tiröller, Schlöffaner und Zügäüner."

Nur einer von den später zugezogenen Männern, ein Jonas Wallich oder Walch, stammte aus der Gegend von Landeck in Tirol.

Die Dorfanlage war für 30 Familien gedacht, 1800 Morgen Holz an der langen Leite, dem dicken Schlag und dem breiten Feld wurden den Siedlern abgetreten.

Eine besondere Not hatten die Langenleitener mit ihrer Wasserversorgung. Es wurde eine Quelle von den Schwarzen Bergen in einen Brunnenschacht ins Dorf geleitet. Nachdem sich bei den Siedlern Krankheiten einstellten, untersuchte der Amtsphysikus Jäger aus Kissingen das Wasser. Er gab zu Protokoll, "es könnten der Mehltau, giftige Insekten und dergleichen unreine Wesen die frischen Quellen verunreinigen<"

Die Wasserleitungsröhren wurden aus 497 Stücken zusammengefügt, 166 Buchenstämme wurden dazu benötigt, dazu vier Eichenstämme für die Tränktröge zu jedem der drei Brunnen, die drei Brunnenstöcke mit je vier Röhren aus Eisen "zum Auslauf des Wassers". Dazu kamen 497 eiserne Hülsen, für jedes Rohrstück eine.

Das Bohren, das Einlegen in die Erde und das Brunnenhaus kosteten der Gemeinde 192 Gulden. Dazu gab es gleich vom Anfang an Rechtsstreitigkeiten wegen des Wassers. Die Gefäller hatten mit einer der nach Langenleiten fließenden Quellen 200 Morgen Wiesen gewässert. Sie beschwerten sich nun, daß ihre Wiesen wegen der ausgefallenen Bewässerung "ganz herunter gekommen seien". Der bischöfliche Landesherr hoffte, daß die Gefäller den neuen Untertanen die Wasserleitung und Wässerung in der Woche zwei Nächte und einen Tag von Samstag Nacht bis Montag in der Frühe zukommen ließen.

Sandberg

Mit den beiden vorausgegangenen Ortsgründungen nahm jedoch der Landhunger noch kein Ende. Es meldeten sich nochmals 15 Familien, die am Sandberg eine Rodung vornehmen wollten. 1691 wurden ihnen 45 Morgen Gehölz zur Anlage von 15 Hofstätten angewiesen. Diesmal kam das Gros der Siedler aus dem überbevölkerten Schmalwasser. Die Einwohnerzahl erhöhte sich von 1695 1700 von 54 auf 99. Auch hier machte die Beschaffung guten Quellwassers Schwierigkeiten.

Der Rentmeister hatte den Brunnen des Dorfes bei einer Visitation kontrolliert und ihn ausgetrocknet gefunden. Der Amtsverweser holte sich, als wieder Wasser vorhanden war, Proben und schickte sie an den Amtsphysikus nach Neustadt. Dieser fand es schädlich und ungesund, es würde Mineralien enthalten, welche die Nerven angriffen, den Kopf toll machten, das Wasser würde in die Glieder ziehen und große Schmerzen verursachen. Dieses Sickerwasser könne ohne Schaden an der Gesundheit, ja nicht ohne Gefahr des Lebens getrunken werden. Man bat die Premicher, eine ihrer Quellen abzutreten, mit denen sie ihre Wiesen wässerten. Sie sträubten sich jedoch und der Fürstbischof äußerte sich, daß dies bloßer Neid zu sein schiene und befahl der Gemeinde Premich eine ihrer guten Quellen den Sandbergern zu >ihrer und ihres Viehs Notdurft und Genuß als auch zur Feuergefahr zum besten zukommen zu lassen<.

Der Gründungsurkunde vom 6. 9.1726 ist eine Dorfordnung hinzugefügt, welche einen aufschlussreichen Einblick in die damaligen Verhältnisse gibt.

Kilianshof

Der Killigs oder Kilmannskopf hieß die Waldabteilung, wo eine erneute Rodung den Ort Kilianshof entstehen ließ. Ein Vererbungsbrief ist nicht vorhanden, die Gründungszeit ist auf das Jahr 1695 zurückzuführen.

Die Voraussetzungen, dass aus dem neuen Dorf eine größere Siedlung werden könnte, waren gering. Der Boden war in dieser Höhe nicht ertragreich genug. So ist gleich nach der Gründung ein Siedler nach Sandberg gezogen, andere wanderten nach Ungarn aus.

Im Rodungsdorf (eine Beschreibung aus dem Jahr 1956)

Josef Dünninger beschreibt in der Zeitschrift "Frankenland" die Rodungsdörfer Langenleiten, Waldberg und Sandberg nach seinem persönlichen Eindruck: "Wir sind vom Kreuzberg südlich gewandert, erst durch die Buchenwälder mit ihrem jungen Grün, dann über die Weidewiesen mit ihren Hecken, und dann läuft das Gelände in drei Höhenrücken aus, die voneinander durch Tälchen getrennt sind. Und auf jedem dieser Höhenrücken liegt ein Dorf. Links Sandberg, in der Mitte, ein wenig tiefer, Waldberg und rechts Langenleiten. Und rund um diese Dörfer die weiten Wälder des Salzforstes. Im Norden blickt man noch einmal hinauf zur Kuppe des Kreuzberges, und rechts hat man die dunkle Flanke der Schwarzen Berge. Wer unvorbereitet vor diese drei Dörfer tritt, ist überrascht. Sie sind so ganz anders als all die anderen Rhöndörfer. Sie sehen aus, als wären sie Geschwister, als wären sie alle drei nach dem gleichen Plan entworfen. Lang ziehen sie sich auf ihren Höhenrücken hin, richtige Straßendörfer. Die Dorfstraße ist unendlich breit. In der Mitte stehen immer wieder in Abständen Brunnen. Die Dorfkirche ist in der Mitte, und da sehen wir nun Haus an Haus gereiht; fast jedes Haus gleich, nur ein wenig unterschieden in der Farbe. Früher waren sie ganz mit Schindeln überkleidet, ganz schuppig, manche Häuser sind mit Brettern vollkommen verschalt, manche auch haben Verputz, aber es ist so, als wäre ein Haus wie das andere geplant und entworfen. Wenn man ein solches Dorf betrachtet mit seiner genauen Ordnung, mit seinem gleichen Hofanteil, mit dem gleichen Anteil von Feldern, so möchte man meinen, daß hier ein sehr geordnetes und gesichertes Leben gewesen sei. Aber die Geschichte der Rhön, was ihre Dörfer und ihre Menschen betrifft, ist doch sehr mannigfaltig, und das Leben ist hier nie so einfach gewesen, wie es bei dem Anblick eines neugegründeten Dorfes erscheinen möchte. Die Ackernahrung hat nie völlig ausgereicht. Man mußte in der Rhön all die Jahrhunderte her an sehr vielen und verschiedenen Strängen ziehen. Da läßt sich so manches erzählen. Da war das Außerlandesgehen oder in die Fremde gehen. Aber nicht das ganze Jahr und nicht für immer, nur den Sommer über. Die Burschen und die Mädchen gingen entweder nach dem Süden in die reichen Gaue Mainfrankens, um dort bei der Getreideernte zu helfen, oder dann beim Dreschen, das waren die Hofmädchen oder die Dreschburschen. Oder sie gingen in die Frankfurter Gegend zum Keltern der Äpfel, zum Mostmachen, oder sie haben als Maurergehilfen den Sommer über in ganz Deutschland, kann man fast sagen, gearbeitet. Aber im Herbst kamen sie alle wieder zurück, die Hofmädchen und die Dreschburschen und die Maurergehilfen. Und noch eine Gruppe gab es, die auswärts zog und lange unterwegs war, das waren die Rhönmusikanten, die einmal sehr berühmt waren und viel auch in den Ländern südlich der Rhön, in Bocklet und Bad Kissingen und Brückenau aufgespielt haben. Von diesem Musikalischen ist auch heute noch etwas in der Rhön lebendig ..."

Wirtschaftliche Hebung der Rhön

Über die wirtschaftliche Hebung der Rhön ist im Laufe der Zeit schon viel geredet, manches geschrieben und geplant worden. So entstand z.B. 1925 folgende interessante Auflassung in der "Rhön- und Saalepost":

"Bei einem Rundgang durch die Rhön von Bad Kissingen her komme ich durch folgende Ortschaften: Gefäll, Premich, Schmalwasser und durch die drei Walddörfer Sandberg, Waldberg und Langenleiten. Die Ortschaften machen auf mich einen sehr ärmlichen Eindruck. Kleine einstöckige Häuschen, zahlreich bevölkert, jeder Ort zählt zwischen 500 bis 800 Einwohner, hat kleine Gemarkungen mit oft ganz schlechtem Ackerland; von Sandberg, Waldberg und Langenleiten kann man sagen: viele Steine und wenig Brot. Jede Ortschaft muß 2/3 ihres Brotes kaufen. - Mache ich einen Rundgang durch die Wohnungen selbst, was ist dort zu finden? In den kleinen einstöckigen Häuschen ist auf der einen Seite der Viehstall, in der Mitte eine kleine Küche und auf der anderen Seite des Hauseingangs ein Wohnzimmer, 4 x 5 x 2 = 40 cbm Luftraum. In diesem Wohnzimmer steht meist ein Bett, ein Tisch und ein Ofen, wo im Winter für Mensch und Vieh gekocht wird; in diesem Wohnraum müssen sich durchschnittlich 6 - 10 Personen aufhalten, ja es gibt Wohnungen mit 3 x 5 x 2 = 30 cbm darin ebenso Bett, Tisch und Ofen mit 10 - 12 Personen; also für jeden Bewohner ein Luftraum von 3 - 4 cbm. Jeder Zuchthaussträfling muß einen Raum haben von 28 cbm. Wo schlafen nun die Bewohner alle? Der Schlafraum, wenn solcher extra vorhanden, ist meist 2 x 4 x 2 = 16 cbm; darin stehen größtenteils 2 Betten. Die meisten Personen schlafen Sommer wie Winter unter den bloßen Dachziegeln, keine getrennten Schlafräume. Für 8 - 10 Personen oft nur 3 - 4 Betten, in einem Dachraum schlafen Erwachsene und kleine Kinder. Hier herrscht wirklich bittere Armut: Kein Brot, keine menschenwürdigen Wohn- und Schlafräume und wenig Arbeitsmöglichkeit und Arbeitsverdienst. Die Folgen dieser bitteren Not sind:

1. Die kleinen Kinder können bei diesen schlechten Nahrungs- und Wohnungsverhältnissen nicht stark und lebenskräftig werden. Dem Artikelschreiber ist es unbeschreiblich, daß in einer Höhenlage von 600 Meter bei ausgezeichneter, guter, rauchfreier Luft mit ausgedehntem Mischwald so viele Mädchen und Burschen, Frauen und Männer im besten Alter an der Lungenschwindsucht sterben. Die Höhenlage ist nicht schuld, nur die kärgliche Nahrung und die schlechten Wohnungen.

2. Die Mädchen gehen von Frühjahr bis Herbst truppenweise auf die Höfe nach Frankfurt etc., wo sie oft keine guten Früchte für Leib und Seele mit nach Hause bringen. Der Ortsgeistliche mag noch so viel gegen diese Abwanderungen predigen; es hilft nichts. Die Not zwingt sie fortzugehen.

3. Die jungen Männer und Burschen gehen zum Teil fort zum Mähen und Dreschen.

4. Seit 2 Jahren wandern Burschen und Mädchen nach Amerika aus. Von diesen eben genannten Ortschaften sind bis 230 ausgewandert; das sind meist arbeitsame, stebsame Leute, denn Faulenzer kann man in Amerika noch weniger brauchen als bei uns. Es kommt des öfteren vor, daß junge Leute heiraten und nach 3 Wochen beide nach Amerika auswandern, weil es an Wohnungen fehlt. Jede oben genannte Gemeinde müßte doppelt so viele Häuser haben, als sie jetzt hat; dann wäre einigermaßen die Wohnungsnot beseitigt.

Wie ist nun die Nahrungs- und Wohnungsnot zu lindern? Den kleineren Kindern, von 2 - 3 Jahren ab kann dadurch geholfen werden, daß Kinderbewahranstalten errichtet werden, damit die Kinder doch wenigstens während des Tages besonders im Winter aus den kleinen Wohnungen herauskommen. Der Schreiber dieses Artikels, der diesen Teil der Rhön einigermaßen kennt und mit ihm noch viele andere Gönner und Förderer der armen Rhön, allen voran der für die wirtschaftliche Hebung der Gesamtrhön unermüdlich tätige Landwirtschaftsrat Brux von Bad Neustadt an der Saale sowie die Abgeordneten Voll und Probst und Regierungsrat Riedle im Landwirtschaftsministerium sind der festen Ansicht, daß die Rhön große Schätze birgt. Werden diese Schätze gehoben, so kann vor allem die Nahrungs- und auch die Wohnungsnot zum großen Teil beseitigt werden.

Die Schätze der Rhön sind die großen Wiesenflächen in der Nähe der Ortschaften und an den Bergabhängen, vorerst gar nicht zu reden von den unendlich weiten Flächen auf der Hochrhön. Diese Flächen in der Nähe und auf den Abhängen müssen verbessert werden und sie können verbessert werden, daß sie 2 - 3 mal soviel Futter abwerfen wie jetzt.

Welche Mittel sind notwendig, um die Rhön allgemein zu heben?

1. Wege bauen, damit man den Dung leichter auf die Wiesen bringen kann, sowohl Stall- als auch Kunstdung. Die Wege müssen aber so gelegt werden, daß die Ortschaften der Bahn näher gebracht werden. Bis jetzt haben die Leute meist 3 - 5 Stunden mit beladenem Fuhrwerk zu fahren. Die Fuhrlöhne verteuern z. B. die Baumaterialien um das Dreifache.

2. Jeder Rhönbauer muß bei Anlage von Viehställen angehalten werden, eine große Mistjauchegrube zu bauen, daß er nicht so viel Kunstdünger für die Wiesen kaufen muß. Dazu hat er fast gar kein Geld, da er es meist zum Brotkaufen braucht.

3. Der Rhönbauer, weit vom Weltgetriebe entfernt, besitzt oft nicht die nötigen Kenntnisse zur intensiven Bewirtschaftung seiner Wiesen. Gegen Neuerungen hat er oft ein sehr großes Mißtrauen. Hier heißt es viel und unermüdlich Aufklärung schaffen, Abendkurse abhalten in allen Zweigen des Acker- und Wiesenbaues, ferner Düngungsversuche auf Äcker und Wiesen machen. Der Rhönbauer will sehen und hat er gesehen, so macht er es nach. Der Schreiber des Artikels hat Kartoffel-, Getreide- und Rübendüngungsversuche angelegt. Die Bauern staunen ob des schönen Fruchtstandes. Schon werden Stimmen laut: "Das müssen wir auch machen." Wenn dann im Herbst die Rentabilitätsberechnung der Düngung ausgelegt wird, dann werden sie es erst recht nachmachen. Die Bauern müssen eben theoretisch aufgeklärt und an Ort und Stelle der Versuche hingeführt werden. In diesem Sinn arbeitet der Landwirtschaftsrat in Bad Neustadt mit seinen Assessoren mustergültig, und die fortschrittlichen Bauern sind direkt begeistert, tun sich zusammen und bilden den Sauerteig der Gemeinde in wirtschaftlicher Beziehung. Es müßte so weit kommen, daß in jedem Dorf der Rhön ein kleines Mustergut entsteht, nicht ein großes Mustergut, denn das würde den kleinen Rhönbauern stutzig machen. Der kleine Rhönbauer muß sehen, daß man auch auf einem kleinen Gut mustergültig arbeiten und vorwärtskommen kann. Gelingt es so, Äcker und Wiesenland zu verbessern, dann können die Leute 3 - 4, ja sogar 6 Stück Vieh mehr halten; alljährlich werden mehrere Stück abgesetzt, dadurch kommt Geld ins Haus für Brot, es können mit Anwachsen des Viehstandes nun mustergültige Ställe gebaut werden, sowohl Vieh- als Schweineställe mit großen Jauchegruben, was wohl die einzige Rente abwirft zum Instandhalten des Wohngebäudes. Dadurch daß der Stall aus dem Hause herauskommt, werden Wohnräume gewonnen und die Wohnungsnot wird, wenn auch auch nicht ganz beseitigt, so doch wenigstens gelindert.

4. Ein nicht zu verachtendes Mittel, die Rhön zu heben in wirtschaftlicher Beziehung, wird auch sein, daß im Zentrum der Rhön ein Industriezweig eingeführt wird, der sich über die ganze obere Rhön als Heimindustrie oder Hausindustrie verbreitet. Arbeitsmöglichkeit und Arbeitsverdienst muß eines der Hauptbestreben sein, wenn die Rhön wirtschaftlich gehoben werden soll. Viehzucht und Industrie würden Geld in die Ortschaft bringen, Nahrungsnot, Lungenschwindsucht, Wohnungsnot, Auswanderung nach Amerika würden allmählich von selbst aufhören.

Was ist bis jetzt geschehen zur wirtschaftlichen Hebung der Rhön?

1. Für einen Gönner und Freund der armen Rhön ist es überaus herzerfreuend, wenn er sieht, wie seit ein bis zwei Jahren die Ministerien, die Regierung, der Kreis, das Bezirksamt, der Landwirtschaftsrat, die Abgeordneten der Rhön, das Lagerhaus Neustadt (Zentrale Regensburg) alles aufbringen, soweit es in ihren Kräften steht und die Mittel in Staat, Kreis und Bezirk es erlauben, die arme Rhön wirtschaftlich hochzubringen. Straßen werden zur Zeit gebaut, von Langenleiten durch einen Wiesenkomplex von 170 ha nach Wildflecken an die Bahn, von Wildflecken nach Reußendorf, Altglashütten, Kothen. Würde nun der Weg nach Langenleiten über die Wiesen nach Gefäll geführt, so könnte man von Bad Kissingen aus mit einem Auto in einigen Stunden die Kissinger Rhön durchfahren. In Angriff sollen jetzt genommen werden die Wege von Sandberg, Waldberg, Eiserne Hand, Wildflecken. Durch diese Wege werden abermals 200 ha Wiesen erschlossen und diese Orte der Bahn nähergebracht.

2. Mit Hilfe des Staates und des Kreises werden überall Musterdüngungsversuche angelegt für Wiesen und Ackerland durch die Landwirtschaftsstelle Neustadt an der Saale. Die Erfolge sind reichlich sichtbar und finden allenthalben schon Nachahmung.

3. Auch die Industrie scheint in der Rhön festen Boden zu fassen. In Langenleiten ist eine große Werkstätte mit Maschinenraum 120 qm, und 2 Arbeitssäle mit je 120 qm mit 2 Dreizimmerwohnungen gebaut, und es sollen, wie ich höre die Maschinen, 10 an der Zahl, bereits laufen und der Betrieb beginnen. Hier sollen in der Werkstätte die einzelnen Teile von Holzwaren wie Rechen, Sensenwürfe, Schindeln, landwirtschaftliche Geräte maschinell angefertigt, die Teile sollen dann als Heimarbeit zusammengearbeitet und von Langenleiten an die Bahn Wildflecken verfrachtet werden. Es soll so den Burschen und Männern und auch den Greisen, die ihre sauer verdienten, am Munde abgesparten Groschen in der Inflationszeit verloren haben, Arbeitsgelegenheit und Arbeitsverdienst geschaffen werden. Auch höre ich, daß bereits in Langenleiten auch für die Mädchen eine Industrie ihre Anfänge zeigt. Die Mädchen fertigen Körbchen und andere Haushaltsgegenstände aus Peddigrohr und Bast; ferner Schmuckgegenstände aus Holz und Glasperlen. Durch Erweiterung dieser Industrie könnten auch die Mädchen an die Heimatscholle gebunden werden.

Straßenbau, Wiesenkultur, Arbeitsgelegenheit und Arbeitsverdienst und die Rhön hebt sich von selbst; Nahrungsnot, Lungenschwindsucht, Wohnungsnot, Auswanderung verschwinden.

Ministerium, Regierung, Kreis, Bezirk und Landwirtschaftsstelle können allein nicht alles machen, sie können nur die Hand reichen. Die einzelnen Gemeinden müssen selbst auch mitarbeiten. Nach all dem, was ich schon gehört und gesehen habe, scheint die Gemeinde Langenleiten mit dem denkbar besten Beispiel voranzugehen. Langenleiten scheint jede Gelegenheit zu nützen, die angeboten wird, um sich emporzuschwingen. So hörte ich, daß, als die Kleinkinderbewahranstalt mit Krankenpflege und Haushaltungsschule, wo die Mädchen der Rhön kochen, nähen, stricken und flicken lernen können, gebaut wurde, die ganze Gemeinde, Jung und Alt von den Kindern bis zu den Greisen zusammen gearbeitet, mehr als 2000 Tagesschichten gefront hat. Beim Neubau der Straßen nach Wildflecken sind bis jetzt über 3000 Tagesschichten, beim Neubau der Werkstätte 600 Tagesschichten gefrontet und über 1700 Fuhren umsonst gemacht worden. Bei den großen Düngungsversuchen der Wiesen auf dem Feuerberg durch das Landwirtschaftsministerium hat sich die Gemeinde verpflichtet, alljährlich einen Teil selbst zu düngen durch Schafpferch. Wie mir scheint macht Langenleiten bereits Schule. In Sandberg geht der Bau einer Kinderbewahranstalt zu Ende, der in seiner Hauptsache ebenfalls durch Frondienste zustande kam. Auch beim Neubau der Straße nach Wildflecken haben sich Sandberg und Waldberg verpflichtet, Hand- und Spanndienste zu leisten.

Wenn also Ministerium, Regierung, Kreis, Bezirksamt, Landwirtschaftsstelle und Gemeinden zusammen helfen, wird großes geleistet für die arme Rhönbevölkerung und nicht zuletzt für den gesamten Staat. "

... Soweit die damaligen Anregungen in der Rhön- und Saalepost zur wirtschaftlichen Hebung der Rhön. Wenn wir heute im Jahre 1955, nach 30 Jahren, den Stand der Dinge überschauen, müssen wir sagen, es ist vieles besser geworden.

1. Wegbau
Die Straße von Sandberg nach Waldberg ist erneuert worden. Der Weg nach Wildflecken ist größtenteils gebaut; nur etwas mehr als 1 km vor der Eisernen Hand, vor der Einmündung in den Weg von Langenleiten ist noch nicht fertig. Die Fertigstellung scheiterte an der Kurzsichtigkeit einer amtlichen Stelle in Bad Neustadt, die fürchtete, es könnte sich dann der Verkehr vom eigenen Bezirk Neustadt weg in den fremden Bezirk Brückenau verlagern. Und doch wäre der Ausbau dieses Weges eine dringende Notwendigkeit gewesen, da viele Sandberger den Weg benützen, um an die Bahn nach Wildflecken zu kommen und nach Frankfurt zu fahren. Heute verkehrt schon zweimal in der Woche ein Autobus von Bischofsheim durch die Rhöndörfer nach Frankfurt und zurück und macht die Benützung der Bahn illusorisch. Autobusse lösen heute die Bahn ab.

2. Ernährung
Der Ertrag der Wiesen und Felder hat sich wesentlich erhöht, da insbesondere der Kunstdünger fleißig angewendet wird. Es kann infolgedessen mehr Vieh gehalten werden, die Schweinezucht wird stärker betrieben. Es ist ja fast kein Haus mehr in Sandberg, das nicht wenigstens ein Schwein jährlich mästet und schlachtet. Wieviele Haushaltungen haben früher eine Hausschlachtung vornehmen können? Fleisch war eine große Seltenheit auf dem wöchentlichen Küchenzettel. Heute gehört Fleisch- und Wurstgenuß zu den Gegebenheiten. Zwei Metzgereien in Sandberg, die mit modernen Einrichtungen versehen sind, machen gute Geschäfte trotz der vielen Hausschlachtungen.

3. Wohnungsbau
Mit Unterstützung aus öffentlichen Mitteln entstanden 1925/26 am Weg gegen Bischofsheim vier neue Wohnhäuser. Nach dem großen Brand des Jahres 1926 wurde beim Aufbau der 26 abgebrannten Wohnhäuser die Bauweise etwas aufgelockert. Doppelhöfe verschwanden. 7 Brandleiter wurden im vorderen Dorf gegen Waldberg und eine im oberen Dorf gegen Bischofsheim angesiedelt. Inzwischen sind noch weitere 5 Neubauten entstanden. Gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt, wo der Aufbau des durch den 2. Weltkrieg so arg zerstörten Deutschland wieder vollzogen wird, wird auch in Sandberg eine rege Bautätigkeit entfaltet. Mehrere Neubauten sind erstellt und weitere sind geplant. Dadurch wird die auch in Sandberg herrschende Wohnungsnot weitgehend beseitigt. Das Dritte Reich brachte der Gemeinde Sandberg 1938 auch einen neuen Schulhausbau, so daß jetzt die Kinder in großen, hellen, freundlichen Räumen unterrichtet werden können und die Lehrkräfte bequem, gesund und staubfrei wohnen. Die alte bisherige Schule dient als Wohnung für die Gendarmeriestation.

4. Arbeitsbeschaffung und Verdienstmöglichkeit
Dafür sorgte das 3. Reich mit seinem ausgedehnten Straßenbau auch in der Rhön und mit der Anlage des Truppenübungsplatzes Wildflecken. Es war ja der Wille des damaligen Gauleiters von Mainfranken, aus dem Notstandsgebiet der Rhön ein Wohlstandsgebiet zu machen. Ja durch die Verdienstmöglichkeit beim Staßenbau und beim Aufbau des Truppenübungsplatzes mit seinen Kasernen und Verwaltungsgebäuden kam ein gewisser Wohlstand, den die Rhöner bisher nicht kannten. Der Lebensstandard stieg. Das war auch der Grund, weshalb die Rhöner dem Nationalsozialismus so zugetan waren. Wer für Arbeit und Brot sorgt, der ist für sie der gegebene Mann, auch wenn er sich als Feind der Kirche entpuppt und vor ihm gewarnt wird. Für die Rhön wurde damals noch viel geplant, wie Anlage eines Mustergutes, Siedlung auf der Hochrhön, aber es ist beim Planen geblieben. Wohlstandsgebiet ist die Rhön noch nicht geworden und wird es wohl auch nicht werden. Es gab wohl Brot, aber die Steine blieben. Auch der Rhöner von heute muß sehen, wie er auf dem geringen Grund und Boden sein Dasein fristet.

5. Industrie
Ein bestimmter größerer Industriezweig hat sich bis jetzt in der Vorderrhön am Kreuzberg noch nicht festgesetzt. Die Holzverarbeitungsindustrie in Langenleiten hat sich nicht so entwickelt, daß sie den Ortsansässigen einen zusätzlichen Verdienst zu ihrer kleinen Landwirtschaft gebracht hätte, viel weniger konnten Auswärtige angestellt werden. Auch der Industriezweig für die weibliche Jugend, wie er in Langenleiten geplant war, hat nicht Fuß fassen können und hat seine Tätigkeit bald wieder eingestellt. Die Rhön liegt eben zu sehr abseits vom großen Verkehr. Bis zu den nächsten Bahnstationen und großen Orten wie Bad Neustadt, Bad Kissingen und Bischofsheim ist die Entfernung zu weit, und da ist die Einführung einer Industrie immer mit einem großen Risiko verbunden. Heute sind zahlreiche Sandberger in den Elektrofabriken von Siemens und Preh in Bad Neustadt beschäftigt. Täglich verkehren von den Rhönorten Autobusse, von Sandberg zwei, welche die Arbeiter und Arbeiterinnen dorthin bringen. Damit ist neuerdings wieder eine Verdienstmöglichkeit gesichert, und das ist gut so.

Die Einheitsgemeinde Sandberg
Mit Wirkung vom 01.01.1972 wurden durch Entscheidung der Regierung von Unterfranken vom 27.12.1971 die Gemeinden Langenleiten, Schmalwasser und Waldberg in die Gemeinde Sandberg eingegliedert und damit die Einheitsgemeinde Sandberg gebildet.
Die Eingliederung erfolgte freiwillig aufgrund der am 12.12.1971 in den ehemaligen Gemeinden durchgeführten Bürgerbefragungen, die folgendes Ergebnis hatten:
Gemeinde           Wahlbeteiligung    Ja-Stimmen
Langenleiten               61 %                 56 %
Schmalwasser             57 %                67 %
Waldberg                    22 %                78 %
Die Gemeinderäte der ehemaligen Gemeinden hatten den Eingliederungen in der Zeit vom 13. - 21.12.1971 ebenfalls mit folgenden Ergebnissen zugestimmt:
Gemeinde         Abstimmungsergebnis

Sandberg                    7/0
Langenleiten                7/2
Schmalwasser              8/1
Waldberg                     6/0
Anreiz für den freiwilligen Zusammenschluß bereits zum 01.01.1972 war auch eine Sonderschlüsselzuweisung des Freistaats Bayern von 741.288 DM.
Von der allgemeinen Gebietsreform zum 01.01.1978 war die Gemeinde nicht betroffen, da rechtzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt wurden.
In den ersten Jahren der Einheitsgemeinde herrschte im Gemeinderat noch ein Ortsteildenken vor. Ab Mitte der 70er Jahre ist das glücklicherweise nicht mehr der Fall.

Die wichtigsten Projekte seit der Gebietsreform sind:
1977 Neubau der Sammelkläranlage in Waldberg mit Anschluß der Ortsteile Langenleiten und Waldberg
1982/84 Bau eines Kanalsammlers von Kilianshof nach Waldberg mit Anschluß der Ortsteile Kilianshof und Sandberg an die Sammelkläranlage
1982/84 Errichtung einer neuen Grund- und Hauptschule mit Sporthalle und Außensportanlagen in Sandberg
1988/89 Abriß der alten Schule und Neubau eines Rathauses mit Mehrzweckräumen in Sandberg
1990 Erweiterung der Grund- und Hauptschule
1994/96 Ergänzung der Sammelkanalisation durch Bau von Regenüberlaufbecken nach Langenleiten und Waldberg, sowie Verbesserung des Regenüberlaufbeckens nach Sandberg
1999 Inbetriebnahme der neuen Sammelkläranlage in Waldberg
2004/2008 Sanierung der Wasserversorgungsanlagen in Sandberg, Langenleiten, Schmalwasser und Kilianshof

Die in den einzelnen Ortsteilen durchgeführten Maßnahmen finden Sie bei den jeweiligen Ortschroniken.

Ehrenbürger der Gemeinde Sandberg
Pfarrer Albin Merkert
Pfarrer Alois Schlör
Altbürgermeister Benno Katzenberger
Altbürgermeister der Gemeinde Schmalwasser Walter Wehner

 



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Anschrift
Gemeinde Sandberg
Schulstraße 6
97657 Sandberg

Tel 09701/9100-0
Fax 09701/9100-28


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Donnerstag

13.00 - 16.00 Uhr
13.00 - 18.00 Uhr